Lesehinweise

Wesentliches Charakteristikum der Betrachtung von Genderlei ist die Umkehrung der Vorzeichen: Werden allgemein in sämtlichen Massenmedien und von allen  Parteien Sachverhalte aller Art aus dem Blickwinkel der Frauenparteilichkeit und Männer-/Männlichkeitskritik betrachtet und beurteilt sowie Empathie und Verständnis weitestgehend exklusiv weiblichen Leuten zuteil, macht Genderlei dies tendenziell umgekehrt. Insgesamt stelle ich also die hier überdachten Themen aus einer zu der in Staat und Gesellschaft herrschenden Doktrin der Weibsverherrlichung entgegengesetzten Perspektive dar, versuche mich in Männersolidarität (ups: ein Neologismus – wozu braucht es auch eine Bezeichnung für Etwas, das nicht mal in der Vorstellung existiert); ziehe dabei durchaus negative Motive bei wLeuten sowie positive Motive bei mLeuten in Betracht und mache wLeute für ihre Fehler, Untaten und Misserfolge selber verantwortlich, wie ich umgekehrt auch mildernde Umstände, höchst belastende äußere Einwirkungen und dergleichen mehr bei mLeuten berücksichtige. Diese umgekehrte Parteilichkeit ist nicht nur im Sinne von Balance und Bloßstellung geboten, sondern trifft auch immer mehr zur Gänze die Realität, da Personen, die über Jahre und Jahrzehnte von jeder Kritik freigestellt und einer grotesken Glorifizierung unterliegen tatsächlich natürlich immer kritikwürdiger werden.

Im Allgemeinen schreibe ich hier pauschal, nicht den Einzelfall sondern das Symptomatische in ihm in den Blick nehmend, ohne dass ich dies jedes mal ins Kleinste explizit ausführe: Wenn ich etwa schreibe: „Männer sind größer als Frauen“, stelle ich damit nicht in Abrede, dass nicht ein jeder Mann größer als eine jede Frau ist. Ja, mir ist sogar bewusst, dass es fast zu jedem Mann größere Frauen gibt, während es allerdings i.d.R. {auch überflüssig} zu jeder Frau größere Männer gibt: An dieser Stelle spare ich mir dann auch die Differenzierung in Plural/Singular.

Wer von der gelegentlich abfälligen Ausdrucksweise, Wortwahl abgestoßen sein mag übersetze es sich dann einfach ins Umgekehrte: Aus „Weiber“ wird so „Kerle“: völlig ok, selbst in offiziellen Publikationen und Äußerungen von Spitzenvertretern aus Medien, Politik und den unvermeidlichen, meist staatsfinanzierten, oft auch -initiierten sogenannten NGOs. Und dass „Kerle“ doch nicht so schlimm klinge ist eben Ausdruck des allgegenwärtigen androphobischen Geschlechtsrassismus. So hat in den 1950er Jahren in Texas sicherlich auch niemand groß Anstoß an „Nigger“ genommen, von ein paar „durchgeknallten Extremisten“ mal abgesehen. (Siehe auch: Von Weibern und Tussen …)

Im Formalen ist ein Hang zu Neologismen und Sprachkuriositäten oder auch -absurditäten zu nennen, der von außen (manchmal sogar von mir selbst im Nachhinein) oft nur schwer von orthografischen und grammatikalischen Mängeln oder momentaner geistiger Umnachtung zu trennen ist. Begünstigt wurde dies durch meinen jugendtümlichen Irrtum all sowas tendenziell den bösen „Sekundärtugenden“  zu subsumieren und in allgemeiner Kleinschreibung und Kommaverlorenheit auszumerzen ⇒

Zeichensetzung: mangelhaft! (Ausrufezeichen verwende ich jedoch weiterhin wenig und meist unernstlich)

Wenn hier irgendwo von feisten Fratzen die Rede ist, dann sind auch Fratzen gemeint, nicht Fotzen: diesen braucht mann sich ja nicht auszusetzen – von der eigenen Geburt abgesehen; jenen süffisanten Visagen meist fett&feist daherpolternder Quotenfrauen hingegen schon. Da sind mir die letzten ernst&hager dahin wuselnden Altfeministinnen fast schon sympathisch.

Des Weiteren halte ich Klischees wie auch kritische Küchenpsychologie (leider) für ausgesprochen treffend bei der Darstellung individueller wie sozialer Zustände generell, besonders aber in der aktuellen Zeit, in der das Gender-Mainstreaming quasi über Nacht (1997/99 Amsterdamer Vertrag) zum staatlich oktroyierten Mainstream wurde und den „Mut zur Lücke“ an die Stelle von Kompetenz und ehrlicher Selbstreflexion setzte.

Auf Belege verzichte ich weitesthin, da es mir um das Allgemeine geht, die exemplarisch angeführten Sachverhalte austauschbar, oftmals weithin bekannt und zumeist <1minute zu ergoogeln sind. Es bedarf keinerlei Geheimwissen, Insider- oder Expertenkenntnisse, besonderer Bildung oder Intelligenz um die Lüge zu erkennen, richtig von falsch zu unterscheiden. Dies zeigt auch der unvermeidliche, von allen für sich selbst verbuchte Blick in die Geschichte: Sowohl die Überzeugungstäter und Mitläufer der Falschheit als auch jene, die sie erkannten kamen stets aus allen Geisteslagen. Außerdem möchte ich es mir nicht zumuten in meinen tausenden, aus verschiedenen Browsern stammenden Lesezeichen zu wühlen, da mir soviel Lug&Trug auf einen Schlag schlicht unerträglich ist.

Diese Seite überschneidet sich inhaltlich mit Warum Genderlei ist. Daher ist es empfehlenswert auch dort zum besseren Verständnis der Genderlei-Lektüre nachzuschauen. Zur vertiefenden Betrachtung der Verwendung indizierter Wörtlichkeiten empfiehlt sich der – etwas unausgegoren gewordene – Beitrag Gutmensch ≠ Gutmensch, der zunächst nur eine Ergänzung im Metabereich sein sollte und noch von Nachwehen psychotroper Handlungen gezeichnet ist.
(Letzte) Überarbeitung: 120416

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