Jungen mundtot machen!

„Wie krieg ich den kleinen Kerl zum Schweigen“

Es gibt kein Entkommen: Habe bloß müßig „dazwischen zu reden“ eingegoogelt und jede Menge Jungen-Bashing in Babyforen waren das Resultat. Massenhaft Mütter, die sich über ihre Söhne ausließen als kleine geschwätzige Kerle. Keine sah das Dauergeplappere von Mädchen kritisch. Die übliche Wahrnehmungsanpassung an die herrschende Ideologie und ihre Vorurteile: Das Geschnatter der Mädchen wird als Kommunikativität gerühmt, später dann auch als couragierter Akt des Einmischens (nicht dazwischenreden), plakativ stilisiert in Phrasen wie „Frauen erheben die Stimme“. Couragiert? Wenn frau doch eh weiß, dass sie nicht kritisiert werden darf, ihre Fehler tunlichst zu übersehen sind?

„Wie krieg ich den kleinen Kerl zum Schweigen“ fragt eine Mutter in einem dieser Foren dümmlich ungeniert. Nicht mal vor ihren eigenen Söhnen machen diese Frauen dort halt. Ganz unverfroren wird da öffentlich abgelästert und die Kinder bespöttelt („ist nicht böse gemeint“) – sie wissen ja, es ist sozial akzeptiert oder auch erwünscht, sie, die Mütter, zu kritisieren hingegen ein echtes Tabu. Auch hier zeigt sich, dass die wenigen richtigen Aspekte des zeitgeschichtlichen Feminismus‘ stillschweigend komplett aufgegeben wurden, in diesem Fall die Dekonstruktion des Mythos Mutter. Auch dieser Mythos ist ebenso wie die Apotheose des Weibes eine Schöpfung des bürgerlichen Zeitalters, ausgehend von Aufklärung (Erziehungsideale, Pädagogik), Romantik (verklärend, nostalgisch), Biedermeier (verklärende Häuslichkeit in Wohlstand und -anständigkeit) und nicht zuletzt Frühsozialismus (Bebel etwa als vehementer Verfechter der Befreiung der Frau vom Arbeitszwang: Männer müssen arbeiten – Frauen müssen arbeiten dürfen!; vgl. etwa die Sanktionspraxis der Jobcenter und natürlich auch die Wehrpflicht).

Zurück zur zitierten Frage, wie die so schrecklich drauflos schwatzenden Jungen zum Schweigen zu bringen sind, dass die armtollen Mütter ungestört ihr Kommunikationsgenie genießen dürfen: Methylphenidat, Ritalin&Co lautet die praktizierte Antwort. Laut dem  Arztbericht 2013 der Barmer GKK werden derzeit auch in Deutschland schon satte 10% aller Junge im Laufe ihrer Kindheit (<18) zeitweise mit dieser Amphetaminvariation ruhig gestellt (Tendenz weiter steigend) – einer Substanz die gemäß BtMG ein Betäubungsmittel ist, umgangssprachlich als „Drogen“ berüchtigt. Dies passt in das Gesamtbild einer Gesellschaft, die auf der Basis von „subjektiven Wahrheiten“, „Bauchgefühlen“ und „gefühlten Realitäten“ immer mehr in verlogener Widersprüchlichkeit versinkt: Krieg gegen alle Drogen oder gar jede Chemie, die Verherrlichung von Kindern und gleichzeitig das massenhafte Abfüllen von Kindern mit schweren Psychopharmaka, während die Mütter sich selbst oftmals nur mit Homöopathie kurieren, bloß kein Pharmadreck!

Und die Jungen? Die müssen sich dann nach erfolgreichem „zum Schweigen bringen“ ihre geringe Redseligkeit vorwerfen lassen. Und wenn ‚er‘ dann später nicht im von ‚ihr‘ gewünschten Moment küsst (scheinen ein bisschen feige zu sein die Mädels), wird er als „Schmerzensmann“ verhöhnt – tut er es hingegen, kann er als sexistischer, berührungstraumatisierender Grapscher jederzeit – auch nach Jahren – ganz nach Belieben von ‚ihr‘, incl. traumabedingten Meinungs- und Aussageänderungen, vor den Kadi geworfen werden, neuerdings sogar ganz ohne Lügerei und dem eher theoretischen Risiko wegen Falschbeschuldigung zu einer lächerlichen Geldstrafe verurteilt zu werden. Seit Silvester wird ihm sogar vorgeworfen kein Schläger zu sein – natürlich müsste die Schlägeroption, wie auch das Küssen, noch mit einem An/Aus-Schalter versehen werden. Da sieht man’s wieder: Gott ist ein Mann – an nichts hat er gedacht, nur eine ganze Welt geschaffen voller Dinge, die es nicht gibt!

All das duldet der zum geprügelten Hund gewordene Kavalier sein Leben lang. Stillzuhalten wird ihm ja spätesten im Kindergarten eingebläut gemäß dem gendergerechten Grundsatz: Wer zurückschlägt fliegt!

PS: Es gab da doch mal einen Mann der hömmele Jahre im Knast war, weil der Richter meinte keine Falschbeschuldigerin wäre so blöd, sich derart unglaubliche, völlig absurde und unmögliche Lügen auszudenken…

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2 Gedanken zu „Jungen mundtot machen!

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