Ein Volk bekennt Farbe!

Seit Jahren sind die Massenmedien voller Leute die Farbe bekennen, Flagge zeigen, Stellung beziehen, Zeichen setzen und wie die abgedroschenen Phrasen sonst noch heißen mögen. Vom Mädchen in der Krabbelgruppe bis zur Alten auf der Pflegestation, alle sabbern, krickeln, basteln ganz dolle gegen Intoleranz, für Kuntibunti und was grad sonst noch so an- und vorgesagt ist. Ist aus dem Volk der Untertanen etwa über Nacht das der Freigeister und Dissidenten geworden? Ich schäme mich schon zu bekennen: natürlich nicht: Dissidententum aus dem staatlich geförderten Mainstream? von der medialen Mehrheit der Gesellschaft? Schon per definitionem geht das nicht: Der Dissident ist ein Nichtzustimmender, „jemand, der von einer offiziellen Meinung abweicht“ (Duden) und damit nebenbei weder gut noch schlecht – Nazis sind heutzutage durchaus Dissidenten. Dissidenten erkennt man nicht daran, dass ihnen zugejubelt wird oder sie gar staatlich gefördert werden, sondern an Ausgrenzung, die leicht zu Verfolgung wird und schließlich in Vernichtung münden kann. An dem 1. Scheidepunkt steht die globale, Gendermainstream geprägte westliche Welt zurzeit.

Mit Dissidenten im Hier&Jetzt will niemals jemand zu tun haben. Gefeiert werden stets nur die aus fernen Zeiten und fernen Orten. Versteht jeder, sofort – und doch vermeinen Horden von Gutmenschinnen, wenn sie auf staatliche Ansage einer Allparteien-, AllNGOs- und All-Einheitsmedien-Koalition sich wieder mal zusammenrotten, sie seien Kandidaten für die Aufnahme in Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern. Es folgt eine weitere Wohlfühlsockenveranstaltung, bei der x-hundert mutige Mitbürger*innen geschützt von 2x-Hundertschaften Bereitschaftspolizei gegen ein Dutzend als gefährliche Nazis Entlarvte zu Felde ziehen und „Männilein“ seinem Frauchen die lila Fahne hinterherträgt. Da fällt mir eine Alt-Freundin ein, die ihrer ganzen Familie mit Mann und Maus den Marschbefehl gab, um derart für die Freiheit Flagge zu zeigen und die dann auch noch Mitleid heischend stöhnend einzig den Familientyrann in sich selbst entlarvend meinte „da musste ich mich wieder gegen meine ganze Familie durchsetzen“. Auch der Dümmsten müsste das Kontradiktorische im Befehl für die Freiheit zu demonstrieren auffallen. Tut es auch – aber eben stets erst im Nachhinein und auch nur soweit es an- und vorgesagt. Die Falschheiten, Vorurteile (zu Begriffsklärungen siehe Glossar) ferner Zeiten und Orte werden ausgesprochen scharfsinnig und unnachsichtig erkannt: „Nein was sind die Menschen doch dumm! Das musste man doch sehen!“ Ja, in der Tat… Der wirklich wesentliche Wahnsinn jedoch geschieht gewöhnlich hier&jetzt; und verantwortlich sind nicht böse Bonzen, Psychopathen oder Dämonen. Heinrich Manns fast 100 Jahre alte prophezeiende Mahnung „der Untertan ist noch lange nicht tot“ ist leider wieder zunehmend aktuell. Brandgefährlich erscheint er diesmal zeitgeistgewandet als „mündige Bürgerin und Bürger“ mit verstohlener Aggression allem innerlich Abweichenden, das geeignet ist die oberflächliche Bigotterie des somatösen Gleichheitsglücks auf Augenhöhe im kategorisch oktroyierten Einheitsbunt anzumahnen. Und wenn Ich aber doch lieber weiter mein Schwarz trage? Dann bleibt nur eins: Sag Nein zum Einheitsbunt.

PS: Selbstkritische Betrachtungen werden hier bewusst und erklärtermaßen nicht angestellt, denn dies sollte Mann heutzutage grundsätzlich nicht öffentlich oder in Gegenwart von wLeuten unternehmen: Ist ein klein wenig zu einseitig, angesichts lauter gepushter Prinzessinnen, die Selbstkritik nur von anderen fordern / erwarten und der gesamtgesellschaftlichen Anspruchshaltung schon gegenüber Jungen im Kindergarten ihr Verhalten einseitig negativ kritisch zu sehen. Genderlei weiß aber durchaus um die Bedeutung der Selbstkritik als Grundlage (je)der Kritik. Was soll das hier, fragt Genderlei am 140216.
Wegen der besonderen Bedeutung des Themas zum Verständnis der herrschenden Geisteslage trotz Kürze und formaler Mängel in die TOP-Kategorie aufgenommen, 130416.

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2 Gedanken zu „Ein Volk bekennt Farbe!

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