Genderjustiz – NoRMAhl!

Alles Böse ahnend schlug ich doch wieder in einer Wartezeit eine herumliegende Zeitung auf und wie stets ein Volltreffer: Eine bösartige alte Schachtel (von allen „seriösen“ Einheitsmedien ehrfurchtsvoll als Dame und Seniorin bezeichnet) hat von der Justiz letztinstanzlich offiziell Narrenfrei erhalten einen Mann weiter in Tod und Wahnsinn zu treiben, das müsse er aushalten, denn „Gott sei Dank“ seien hohe Hürden gesetzt und könnten nicht einfach „lästige“ oder „unliebsame“ Personen eingewiesen werden, so ist der Richter in der FAZ nachzulesen. Welch menschenverachtender Zynismus, der zudem auch die Fakten verhöhnt: Tatsächlich sind rund 10.000 Männer derzeit im Maßregelvollzug, fast 3* so viel wie in den 1980er Jahren – es mag an den Fall Mollath erinnert sein. Im Durchschnitt sitzen diese Männer (und ein paar Hand voll Frauen) schon seit über sieben Jahren in der Klapse, immer seltener werden Entlassungen, sodass die deutsche Justiz sogar schon von der EU(!) darob gerügt wurde, nachzulesen in den Einzelnachweisen im diesbezüglichen Wikipedia-Artikel. Auch hier also wieder diametral entgegengesetzte Betrachtungsweisen und Prioritäten je nachdem ob Opfer / Täter männlich oder weiblich: Völlig unvorstellbar, dass eine Frau sich 15 Jahre derart widerlich tyrannisieren lassen müsste und obendrauf noch solche Äußerungen von Seiten der Justiz zu schlucken hätte. Selbst die notorischen Kopfab-Hardliner vom Weißen Ring sahen keinerlei Problem, denn schließlich ist professioneller Opferschutz gefühlt gleichbedeutend mit Frauenschutz. Und wie stets, wenn die Genderjustiz zuschlägt wird ihr unisono von der Einheitspresse assistiert: Nicht ein einziges eindeutiges Wort der Kritik konnte ich finden, stattdessen werden in Focus, Welt und FAZ einmütig kritische Kommentare im Stil dieses Beitrages routiniert der Zensur geopfert , denn schließlich ist die Meinungsfreiheit ein zu hohes Gut, als dass sie durch vom Gender-Mainstream abweichende Meinung missbraucht werden dürfte.

Diese ebenso abstoßende wie gefährliche Allianz zwischen Einheitsmedien und Justiz ist wieder zur Selbstverständlichkeit geworden. Besonders mobmäßig und mit tödlichem Erfolg war die Medienmeute etwa vor einigen Wochen in bilateraler Hatz auf Kunden einer kleinen holländischen Nutte, die sich im Netz glaubhaft für volljährig ausgab, wie selbst die Justiz konstatierte, aber den Männern nutzte dies, anders als noch im Fall Ribéry, nichts: Die Existenzen von mehr als 20 Männern wurden nachhaltig zerstört, indem sie öffentlich in miesester Mobart als Sexgangster und Kinderschänder gebrandmarkt und allesamt zu Gefängnisstrafen von ein bis über zwei Jahren ausnahmslos ohne Bewährung verurteilt wurden, weil eine Mininutte vor Gericht so jämmerlich heulte. Aber damit nicht genug: Die Angeklagten, die es vorzogen sich nicht dem Medien- und aufrechten Bürgermob vor Gericht auszusetzen und der Verhandlung fernblieben (Niederlande) wurden vom Gericht verschärft bestraft (bzw. die erschienenen milder) und von der Pöbelpresse (zu: pöbeln), sogenannte Leit- und Qualitätsmedien, noch mit Hohn und Spott als Feiglinge geächtet, ebenso selbst die beiden Männer, die der Verhandlung nicht mehr folgen konnten, da von der Mobgesamtheit der anständigen Bürgerschar wie Freiwild systematisch in den Tod gehatzt (Suizid!), so aber wenigstens dem konzertierten Terror von Wächtern und ebenso anständigen Verbrechern im Gefängnis entgehend. Und das ganze lief dann unter dem Propagandatag „Loverboy“: Als ob ein fast siebzehnjähriges Powergirl nichts weiter als eine willenlose Marionette sei;  das ist halt das allgegenwärtige Superweib-Opferabo-Kombi-Ticket, das Prinzessinnen im Autopiloten vom Kindergarten bis zum Altersheim navigiert. Aber dieses Hand-in-Hand von Medien, Justiz und anständigen Bürgern gehüllt stets im grad angesagten Zeitgeistgewand dürfte ja so alt sein wie das Pressewesen selbst. Es wird sich wohl weltweit in den entsprechenden Gemeinwesen mindestens seit der napoleonischen Zeit nachweisen lassen. Mir persönlich ist es besonders assoziiert mit dem Zusammenspiel des Medienkonglomerat des Hugenbergkonzerns mit der sprichwörtlich auf dem rechten Auge blind gewesenen Justiz der Weimarer Republik, ebenso blind wie die Justiz der Berliner Republik auf dem Gender-Auge.

in memoriam.

PS: Nachschauend, ob auch eine abgeänderte Kommentar-Fassung der Zensur der FAZ zum Fraße fällt, gleich ein prächtiges Beispiel für die Härte der Justiz bei gendergerechter Täter-Opfer-Verteilung: Die für Limburg (Lahn) zuständige Staatsanwaltschaft fordert für einen Mann dessen Geisterfahrt eine Frau tötete nicht nur lebenslänglich für Mord(!), sondern gleich noch die folgenschwere Feststellung „besondere Schwere der Schuld“; dies wie auch Maßregelvollzug und gänzlich die Sicherungsverwahrung – auch für Einbrecher und Heiratsschwindler – (weitestgehend) männliche Justizprivilegien sind, wie ja auch die Todesstrafe weltweit. – Diese neue deutsche Härte der Justiz schafft faktisch ein Zweiklassensystem der Wertigkeit von Menschen: Eine Frau zu töten gilt ganz offensichtlich bereits als bedeutend schwerwiegender als einen Mann. Implizit ist dort bereits die Unterteilung in höher- und minderwertige Menschen vollzogen, aber das klingt ja viel zu böse, als dass es wahr sein könnte.

PPS: Generell sind die Lesehinweise zu beachten. Dementsprechend spare ich mir meine Empathie ganz für die auf, die ansonsten leer ausgehen; ein minderjähriges „Loverboy-Opfer“ hingegen, müsste in der allgemeinen Teilnahme und Verherrlichung längst untergegangen sein. (Letzte) Änderung 110216

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3 Gedanken zu „Genderjustiz – NoRMAhl!

  1. In diesem Kontext habe ich die Thematik noch nie betrachtet. Im Alltag fallen mir derartige Tendenzen zugunsten der Frauen seit einiger Zeit unangenehm auf. Zumindest denke ich mir bei vielen Gelegenheiten, dass die vorliegende Konstellation nicht umgekehrt werden könnte. In der Werbung kommen Männer immer häufiger schlecht weg, ohne dass sich jemand beklagt. Im umgekehrten Fall würde ein Sturm der Entrüstung folgen.

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    1. Allein schon die Plakatwerbung, die ich im Vorbeigehen mitbekomme ist widerlich genug: Ob zuletzt bei Bahn 60+ oder irgendeiner Zigarettenmarke scheint die „augenzwinkernde“ Darstellung weiblicher Gewalt gegen Männer hipp zu sein, ebenso wie anscheinend in irgendwelchen Teeny-Klamaukfilmen Ohrfeigen und Genitaltritte als Lachnummer präsentiert werden: Und Männer lachen mit! unter dem dummdreisten Spruch: „Humor ist wenn man trotzdem lacht“. Im Unterschwelligen meint mann wohl es träfe nur den anderen, den Konkurrenten, den den man ja selbst noch nie abkonnte. – Zwei Dinge bräuchte es da jetzt wohl besonders: Einerseits Bewusstseins- / Wahrnehmungsverschiebung („awareness“), andererseits der Übergang vom Konkurrenz- zum Solidardenken unter Männern. Aber den Anfang zu machen ist verdammt schwer, denn es ist den bestens (staatlich) ausgerüsteten Gender-Seilschaften (nein, natürlich „Netzwerke“) gelungen die Schweigespirale fast schon zum Denkverbot hochzuschrauben und genderkritisches Äußern zu DEM Tabu dieser Zeit zu machen. Grade im jüngeren, eher links-alternativen akademischen Milieus dürfte es wohl einem psychosozialökonomischen Suizid gleichkommen sich grundsätzlich kritisch zur einseitigen „Hypersensibilität“ (Monika Ebeling) für weibliche Be- und Empfindlichkeiten zu positionieren, aber das müsstest du besser beurteilen können.

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